Privatgarten
Garten eines Einfamilienhauses in Monoszló
Monoszló liegt in einem östlichen Seitental des Káli-Beckens, umgeben von den Hügeln Taróra-hegy, Hangyás-tető, Hegyestű und Pangyér-hegy. Das Dorf hat keinen Durchgangsverkehr. Sein besonderer Charakter entsteht durch das scheinbar ungeordnete Straßennetz, die eng beieinanderstehenden Häuser und die Steinmauern, die von den Einheimischen „Bastionen“ genannt werden.
Das zur Sanierung und Erweiterung vorgesehene Anwesen liegt im Dorfzentrum, unmittelbar neben der reformierten Kirche und der Waldschule. Wie in der Region üblich, wurde das Haus ohne Vorgarten an der seitlichen Grundstücksgrenze errichtet. Die Gartenplanung begann zeitgleich mit der Architekturplanung. Auch während der Bauausführung wurden die Details im kontinuierlichen Austausch zwischen dem Architekten und den Landschaftsarchitekten weiterentwickelt.
Innenhof und rückwärtiger Garten
Das bestehende Hauptgebäude blieb an seinem ursprünglichen Standort. An die Stelle der baufälligen Nebengebäude trat eine Sommerküche, die rechtwinklig zum Haupthaus angeordnet ist und sich zur Terrasse öffnet. Im Bereich des ehemaligen Schulstalls entstand ein neuer, offener Schuppen. Er ist etwas vom Nachbarhaus abgerückt und lehnt sich an die bestehende und ergänzte steinerne Einfriedung an.
Die Lage der Sommerküche teilt den Garten in zwei Bereiche. Haupthaus, Schuppen, Sommerküche und Tor fassen einen geschlossenen Innenhof. Hinter dem Haus öffnet sich der Garten zum Tal zwischen den umliegenden Hängen.
Bei der Planung suchten wir nach einer Einheit von Haus und Garten: mit Räumen, die sich am Gebäudebestand und an der umgebenden Landschaft orientieren, natürlichen Materialien und Lösungen für den täglichen Gebrauch.
Wiederverwendete Materialien im Garten
Bei der Sanierung des Bauernhauses mit seinen Lehmwänden kamen Konstruktionen und Materialien zum Einsatz, die dem Charakter des ursprünglichen Gebäudes entsprechen. Diesen Ansatz führten wir im Garten fort, wo Materialien aus dem Rückbau eine neue Verwendung fanden.
Aus dem Holz des Dachstuhls wurden Einfassungen, aus den im Dachboden ausgebauten Ziegeln Bodenbeläge und aus den bei den Erdarbeiten freigelegten Steinen eine Stützmauer. So bleiben die alten Materialien des Hauses in den täglich genutzten Elementen des Gartens erhalten.
Für die Beleuchtung sorgen eigens für den Garten entworfene Leuchten. Ihre rostenden Metalloberflächen lassen ebenso wie die unbehandelten Holzeinfassungen und die alten Ziegel die Spuren der Zeit sichtbar bleiben.
Galerie
Mitwirkende
Architektur: Dóm Építészműterem – István Murka
Planung: Andrea Balogh, Csaba Majoros
Fotografie: Tamás Bujnovszky, 4D